Aus dem Leben LIFESTYLE

Warum Achtsamkeit mein Leben bereichert

Seitdem ich bewusst achtsamer bin, ist der Februar der erste Monat, in dem mir die Ergebnisse so eindeutig klar wurden. Ich habe euch (teilweise in diesem und diesem Beitrag) schon erzählt, dass ich früher ziemlich gestresst war, viel in Eile und nur auf das Ziel konzentriert. Seit einiger Zeit arbeite ich an mir, versuche mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, mehr zu fühlen, statt zu schaffen und achtsamer mit meiner Zeit umzugehen. Achtsamkeit hörte sich für mich auch als Esoterik Quatsch, das muss ich gleich sagen, falls es euch auch gerade so ergeht.

Das ist es aber nicht. Es bedeutet schlicht und einfach, dass wir den Moment genießen sollen. Damit das Leben nicht an uns vorbeigeht, ohne das wir es wirklich wahrgenommen haben. Und das ist nicht so einfach. Man schafft es gerade mal einen Tag und steckt am nächsten wieder voll im Chaos.

Achtsam sein, erleben & fühlen

Achtsamer zu sein bedeutet aber auch, dass wir die Tage und Momente die wir erleben, intensiver fühlen. Zumindest mir geht es so. Ich bin kein Experte, ich spreche hier nur von meinen Erfahrungen und mir ergeht es so. Ich erlebe alles viel intensiver und es bleibt besser haften. Natürlich erleben achtsame Menschen auch negative Emotionen, wie Enttäuschung und Wut intensiver. Sie können aber damit besser umgehen, da sie diese zulassen. Und auch das ist mir im Februar bewusst geworden.

Ich freue mich sehr darüber, es geschafft zu haben aus dem Schneckenhaus herauszukommen. Die Coolness abzuschaffen und endlich wieder ich selbst zu sein. Das fühlt sich richtig gut an.

Ich schrieb eben, dass es aber nicht so einfach ist achtsamer zu sein. Das stimmt. Ich kann folgende Schritte aus persönlicher Erfahrung empfehlen:

  • Zeit mit sich selbst verbringen. Ohne andere Menschen, TV, Bücher etc. Einfach mal allein sein.
  • Musik hören. Die, die gerade einfach passt.
  • Gefühle rauslassen. Alle. In Freude tanzen. Im Wut schreien. In Trauer weinen. Raus damit. Und zwar richtig.
  • Schreiben. Man muss kein großer Schreiber sein, um Dinge aufzuschreiben, die einen bewegt haben. Wir realisieren so das Geschehene auf einem anderen Level. Wir können so besser unsere Gefühle hinterfragen, es bleibt uns besser in Erinnerung oder es verschwindet. Tatsächlich funktioniert beides. Gutes bleibt haften, schlechtes verschwindet, weil wir uns beim Schreiben praktisch alles von der Seele wegschreiben. Es funktioniert.
  • Mal bewusst etwas für sich tun. Sich einen kleinen Wunsch erfüllen.

All das muss man sich dann nur noch regelmäßig ins Bewusstsein rufen. Damit der Alltag nicht dazwischen kommt. Achtsamer zu leben heißt nämlich nicht, dass man irgendwas anders macht als die anderen. Man bleibt nur mal kurz stehen, um alles zu verarbeiten, begreifen und zu fühlen. Mehr ist das nicht. Aber auch nicht weniger, wie man so schön sagt.

Ich sehe es so und ich habe so wundervolle Momente erlebt. Und auch mich wieder gefunden.

Samojede

Rückblick Februar

Gerade diesen Monat habe ich einiges an mir entdeckt, was mich begeistert hat und was ich früher nicht so wahrgenommen habe. Ihr wisst alle, dass ich seit über 17 Jahren verheiratet bin. Mein Mann und ich, das war ganz große Liebe. Und das ist sie immer noch. In diesen Monat bzw. im letzten, da wir jetzt schon den Ersten haben, ist mir wieder bewusst geworden, wie sehr ich diesen Menschen liebe. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, das wurde Zeit in Anspruch nehmen aber nur so viel: Mein Mann war für ein paar Tage verreist und ich bin mit dieser Zeit sehr achtsam umgegangen, ich habe bewusst in mich geschaut, bewusst mit ihm telefoniert, bewusst nachgedacht, bewusst den Moment und meine Emotionen betrachtet.

Und wow! Ich habe mich wieder gefühlt wie damals mit 19. Mir ist die ganze Ladung der Gefühle, die ich empfinde klar geworden. Ich wusste ja, dass ich ihn liebe. Natürlich. Aber das war anders. Das ist schwer zu beschreiben. Aber wunderbar, das ist es.

Auch war in diesem Monat meine Mutter zur Besuch. Ich habe noch nie so eine tolle Zeit mit ihr verbracht, wie in diesem Monat. Ich habe es richtig genossen und ich kann mich an jeden einzelnen Tag perfekt erinnern. Die Zeit ist nicht nur so vorbei gerannt. Ich habe sie intensiv erlebt. So war das nicht immer. Ich denke, ich muss nochmal deutlich sagen, dass nichts Besonderes passiert ist. Weder in dem ersten noch im zweiten Fall, den ich hier beschreibe. Ich habe mir nur für beide Situationen Zeit genommen und alles andere kam dann von alleine.

Natürlich ist nicht immer alles rosa. Aber das ist auch okay. Ich habe für mich auch entdeckt, das weinen extrem erleichternd ist. Und auch das mache ich nun. Wenn ich mich schlecht fühle, dann weine ich. Das ist okay. Vollkommen. Sogar gut.

Das ist das Leben. Mit allen Seiten die es hat. Es wäre doch schade immer nur das Wochenende im Visier zu haben und den ganzen Rest zu versäumen.

Nicht wahr?

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4 Comments

  • Reply
    Shadownlight
    01/03/2018 at 15:24

    Ich gebe dir absolut Recht. Das Leben ist einfach zu kurz um es zu versäumen.
    Liebe Grüße an dich!

    • Reply
      Unalife
      02/03/2018 at 14:02

      Das stimmt 🙂
      Liebe Grüße zurück

  • Reply
    Isabella
    01/03/2018 at 17:08

    Hallo meine Liebe,

    Das sind ganz tolle Denkansätze und Tipps, ich beschäftige mich auch grade mit Mindfullness und Selbstliebe-Übungen :-* Sehr schön für das Seelenleben :-*

    Hab einen schönen Tag :-*
    Liebe Grüße
    Isa
    http://www.label-love.eu

    • Reply
      Unalife
      02/03/2018 at 14:03

      Huhu,
      vielen Dank. Man muss echt ein wenig gezielt schauen, was man für sich selbst tut und wie man den tag verbringt. Für das Seelenleben, genau 🙂
      Liebe Grüße zurück

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