LIFESTYLE Werbung

Hund anschaffen? Fragen, die wir uns gestellt haben bevor Sami zu uns kam

Seit Januar haben wir einen Hund. Wer mir auf Social Media folgt, hat Sami bereits kennengelernt. Sami ist ein Samojede. Die Rasse war mir bis Dezember letzten Jahres gar nicht bekannt. Falls es euch auch so geht, ihr seid nicht allein. Samojeden sind ganz liebe und sehr kluge Hunde, was für uns als Familie mit Kindern sehr wichtig war. Bevor wir uns aber für Sami und überhaupt für einen Hund entschieden haben, haben wir uns diese Entscheidung gut überlegt. Gute zwei Jahre.

Denn vor fast drei Jahren, haben wir uns bereits einen kleinen Hund ins Haus geholt. Die Entscheidung war gar nicht gut überlegt und kurze Zeit später schon bereut. Nicht, weil wir den Hund nun nicht mehr haben wollten, das wollten wir auf alle Fälle aber wir konnten einfach nicht gut mit ihm umgehen. Weder mein Mann noch ich hatten Erfahrungen mit Hunden, nicht mal ansatzweise. Kein bisschen. Unsere Entscheidung war zu dem Zeitpunkt einfach unüberlegt und (ich gebe zu) sehr unverantwortlich. Wir haben es uns so einfach vorgestellt, das ist ein Hund aber ganz und gar nicht.

Ein Hund ist mehr als nur Süß

Im Großen und Ganzen waren wir mental nicht darauf vorbereitet, was kommen wird. Da wir den Kleinen gut versorgt wissen wollten, haben wir uns Hilfe von Freunden geholt, die sich auskennen. Zum Schluss ist der Hund auch dort geblieben und es geht ihm dort wirklich prima. Das war für den Hund einfach die beste Lösung.

 

 

Muss ich sagen, dass das ganze Haus tagelang nur geweint hat? Die Kinder und wir Eltern. Es war nicht einfach, für den Hund aber das Beste.

Der Wunsch nach einem eigenen Hund ist aber geblieben. Seitdem lesen und lernen wir darüber. Wer sich einen Hund anschaffen will, muss etwas über Erziehung, vernünftige Ernährung und Bedürfnisse des Hundes wissen. Genauso muss man darauf vorbereitet sein im Alltag viel Zeit in den Hund zu investieren, früh aufstehen auch wenn es Sonntag ist und regnet, den Hund in die Urlaubsplanung einbeziehen und und und… Es ist fast genauso wie, wenn man ein Baby bekommt. Hier wird man aber 9 Monate lang darauf vorbereitet und hat natürliche Mutterinstinkte. Das macht es einfacher. Plötzlich ein Baby im Haus (ohne vorherige Schwangerschaft oder Vorbereitung wäre nicht so leicht).

So haben wir uns sehr lange Gedanken gemacht, uns erkundigt, viel darüber gelesen und einfach vernünftig nachgedacht und uns alle möglichen Situationen (die uns nun bekannt waren) unzählige Male durch den Kopf gehen lassen, bis wir uns ganz sicher waren, dass nun der richtige Zeitpunkt für einen Hund ist und wir ihm nun das bieten können, was er braucht.

Vor allem diese 5 Fragen haben wir uns gestellt und erst wenn sie positiv und ohne “wenn und aber” beantwortet werden konnten, haben wir uns für Sami entschieden.

1. Bin ich bereit meine Zeit zu opfern?

Einen Hund zu haben bedeutet wirklich, dass man viel Zeit mit ihm verbringen muss. Man muss 2-3 Mal am Tag mit ihm spazieren gehen. Auch wenn man einen großen Garten hat, muss das sein. Das ist viel Zeit und wenn man kein Fan von Natur und Spaziergängen ist, sollte man sich die Entscheidung nochmal überlegen. Der Hund ist übrigens auch ein Frühaufsteher, auch am Sonntag! Und bei jedem Wetter.

Das ist nicht immer einfach. Bei uns ist es mein Mann der sich morgens mit dem Hund beschäftigt. Jeden Morgen, sehr früh. Auch vor der Arbeit. Auch abends nach der Arbeit geht er mit ihm in die Natur, damit Sami sich auspowern kann. Das muss man sich gut überlegen. Außerdem beansprucht ein Hund auch sonst etwas Zeit. Man sollte mit ihm spielen, ihn streicheln und einfach etwas Zeit mit ihm verbringen.

Diese Frage sollte man sich unbedingt stellen, denn wenn man das nicht gerne macht wird es in kurzer Zeit lästig.

2. Was braucht mein Hund?

Das war für uns damals auch ein Problem. Man muss schon wissen, was der Hund braucht. Ich meine damit die Ernährung und Erziehung. Das kann manchmal auch problematisch sein oder erfordert zumindest Wissen und Ausdauer. Manchmal wollen die Hunde etwas nicht essen oder sie vertragen die Nahrung nicht. Welpen könnten zum Beispiel auch immer essen, egal was man ihnen gibt, sie dürfen das natürlich nicht usw. Man sollte sich schon vorher erkundigen und bereit sein mit der Zeit zu lernen. Interesse für diesen Punkt ist eben auch wichtig.

Manche Hundebesitzer verzweifeln an der Erziehung. Hier braucht man wirklich viel Geduld und Ausdauer. Hat man das nicht, könnte man ein Problem haben. Wir haben das Thema mit dem ersten Hund ziemlich locker genommen, das war falsch. Heute beschäftigen wir uns mehr damit, sind konsequenter und halten uns an wichtige Regeln. Das ist besser für uns und für Sami.

Samojede

3. Lässt sich Arbeit und Hund unter einen Hut kriegen?

Super wichtig! Mein Mann arbeitet ziemlich viel. Er steht morgens mit Sami auf, geht mit ihm raus, gibt ihm sein Futter. Abends geht er nochmal mit ihm raus, bringt ihn zu den Wiesen in der Nähe wo er viel Platz hat. Aber dazwischen? Würde ich auch solange arbeiten, wäre ein Hund bei uns nicht gut aufgehoben. Ich arbeite aber von zuhause, so kann ich mich tagsüber um Sami kümmern. Ein Hund kann alleine bleiben, das sollte aber nicht zu lange sein.

Manche haben das Glück und können den Hund mit zur Arbeit nehmen. Zu diesem Thema kann ich euch den Artikel von Purina zum Thema Hunde am Arbeitsplatz empfehlen, der die wichtigsten Informationen dazu enthält. Ich kenne mich damit nicht aus und zum Glück brauchen wir es auch nicht. Wenn das möglich ist, ist das natürlich eine großartige Sache. Ansonsten muss man sich die Anschaffung eines Hundes nochmal überlegen. Ihn den ganzen Tag alleine lassen, geht nicht.

4. Ein Hund gehört in den Garten, oder?

Das war ein großes Thema bei uns. Als ich ein Kind war, waren Hunde eher Tiere, die im Garten bleiben. Im Gegensatz zu den Katzen. Auch in Filmen und Zeichentrickserien sah man den Hund immer in seinem Häuschen vor der Tür. Nicht im Haus. Heute ist das anders, wenn auch es immer noch Menschen gibt, die sich einen Hund nicht im Haus vorstellen können. Mein Mann war so einer. Mit dem ersten Hund war das ein großes Problem.

Ich finde zwar auch, dass Hunde mehr Spaß draußen haben als drinnen. Ich finde auch, dass je nach Rasse sie sich draußen wohler fühlen, vor allem im Frühling und Sommer. Aber ein Hund ist eben auch nicht gerne alleine. Wenn man dann nur einen Hund hat, der sich wie ein Familienmitglied fühlt (was er ja auch ist), ist es schwierig ihn abends einfach alleine draußen zu lassen.

Wir haben hier einen Kompromiss gefunden. Sami kommt rein, darf aber nicht überall. Zum Glück ist das ein großes Haus und man kann sich arrangieren, trotzdem passiert es, dass er sich auch dort schmuggelt, wo er nicht darf oder ihn die Kinder nach oben lassen. Man muss sich das auch gut überlegen und darf nicht komplett stur sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es schwierig wird, wenn der Hund gar nicht ins Haus darf.

Hund im Haus oder Garten

5. Komme ich mit dem Dreck zurecht?

Das Thema knüpft irgendwo an das letzte an und ich gebe zu, Dreck hört sich schlimm an. Aber lügen wir uns nicht an, ein Hund kann Dreck machen. Man muss damit keinesfalls zurecht kommen, aber man hat damit viel zu tun. Wenn er mit meinem Mann unterwegs ist, kommt er gar nicht mehr so weiß nach Hause, wie er vorher war. Ich würde ihn dann im Leben nicht nach oben lassen. Ich komme damit nicht klar, wenn es um den Wohnbereich, Küche und Schlafräume geht. Da bin ich sehr pingelig. Unten ist okay, da sind unsere Büros, ein zusätzliches Zimmer und großer Flur. Da sind wir auch. Aber oben, nein.

Man muss sich klar machen, dass der Hund Dreck rein bringen könnte und ihm jedes Mal die Pfoten abwischen. Wenn das geht. Und glaubt mir, manchmal geht das nicht. Dann nicht, wenn er wirklich Spaß beim spielen hatte. Und diesen Spaß darf man ihm auch nicht nehmen. Auch beim Regen und Schneematsch nicht :-).

Außerdem kann es vorkommen, dass Lieblingsschuhe schnell nur für den Eimer sind oder die Wäsche nicht mehr an der Leine hängt, dass wichtige Papiere zerkaut werden oder Sachen Regale verlassen usw. Es kann einfach passieren. Vor allem wenn der Hund noch klein ist und die Erziehung noch nicht wirklich wirkt.

Wenn ihr aber mit diesen ganzen Sachen klar kommt, Zeit und Lust für einen Hund habt, dann werdet ihr wirklich glücklich mit ihm. Ich würde Sami nie wieder hergeben. Er ist so ein lieber und so intelligent, dass man manchmal wirklich staunt. Er versteht und fühlt alles, vielleicht sogar mehr als wir Menschen.

Habt ihr einen Hund oder spielt ihr mit dem Gedanken, einen zu euch zu holen?

P.S. Vergisst die Urlaubszeit nicht!

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Purina entstanden.

You Might Also Like

13 Comments

  • Reply
    Gabriella
    12/04/2018 at 10:05

    Schön geschrieben und so wahr. Das ist der Grund warum wir keine Haustiere haben. Von morgens 7 bis um 15 Uhr frühestens wäre das Tierchen alleine – und das geht garnicht.
    Aber Sami ist wirklich ein bildhübscher Kerl und es macht bestimmt viel Spaß ihn zu knuddeln.
    Liebe Grüße
    Gabriella

    • Reply
      Unalife
      12/04/2018 at 14:50

      Ich verstehe dich total. Man muss für die Kleinen wirklich zeit haben, ich finde es sehr verantwortungsvoll wenn man wegen Zeitmangel darauf verzichtet.
      Sami ist wie ein kleines Kind, er spielt und kuschelt wahnsinnig gerne 🙂
      Ganz liebe Grüße

  • Reply
    Isabella
    12/04/2018 at 14:42

    Hallo meine Liebe,

    das sind wirklich wunderschöne Bilder von eurem Hundi 😉

    Ich habe auch vor der Anschaffung meines Hundes alles gut und lange überdacht;) Und bin jetzt super happy mit meiner Hündin.

    Liebste Grüße
    Isa
    http://www.label-love.eu

    • Reply
      Unalife
      12/04/2018 at 14:52

      Man muss wirklich super genau überlegen, ob das funktionieren kann. Ich freue mich, dass du das auch so siehst. Eine Hündin? Klasse 🙂
      Liebe Grüße zurück

  • Reply
    Christine
    12/04/2018 at 19:12

    Liebe Vesna,

    dein Beitrag passt perfekt zu der Thematik, die hier gerade zu Hause besprochen wird. Mein Sohn möchte nämlich unbedingt einen Hund haben. Ich bin aber unsicher, ob das nicht zuviel für uns bzw. mich wird. Ich weiß nämlich an wem die Arbeit hängen wird, an mir. Ich habe selbst nie einen Hund gehabt, daher kann ich die Arbeit nicht wirklich einschätzen. Wir würden unserem Sohn diesen Wunsch schon gerne erfüllen, aber ich bin echt super unsicher. Ich werde deinen Beitrag nochmal im Hinterkopf behalten und alles mit meinem Mann durchdenken.

    Liebe Grüße

    Christine

    • Reply
      Unalife
      16/04/2018 at 20:01

      Bei unserem ersten war es genauso. Unser Sohn wollte unbedingt, hat monatelang nur darüber gesprochen. Als er dann da war, hat es nicht ganz so gut geklappt wie er (und wir) sich das so vorgestellt hat. Vielleicht wäre es bei euch anders, das weiß ich natürlich nicht aber unser Sohn hatte dann einfach nicht so viel zeit um sich zu kümmern.
      Man muss sich das schon sehr gut überlegen, es ist eben ein neues Familienmitglied, dass Zeit fordert. Ich drücke die Daumen, dass ihr die richtige Entscheidung trifft.
      Liebe Grüße

  • Reply
    Romy Matthias
    12/04/2018 at 19:53

    Wir haben auch damals das Pro und Kontra abgewogen, bevor ein Hund ins Haus kam. Und unser ist immer draussen, es ist ein Husky, er will garnicht rein. Kommt wahrscheinlich auch auf die Rasse an. LG Romy

    • Reply
      Unalife
      16/04/2018 at 20:02

      Das glaube ich auch. Wobei ein Samojede (und damals ein Berner Sennenhund) gut draußen bleiben können. Die wollen nur nicht. Der erste hat mir richtig Leid getan, er wartete immer vor der Tür. Sami bellt wenn er rein will 🙂 Übrigens, ich finde Huskys so toll!
      Liebe Grüße

  • Reply
    Blogzeit39
    13/04/2018 at 16:21

    Einen Hund hätte ich auch gerne, aber wir haben zwei Katzen und ich glaube, die würden sich die Augen auskratzen. Zudem muss man immer raus mit dem Hund. Da ich bald wieder arbeiten gehe, ist er dann viel alleine. Bei den Katzen ist das nicht schlimm, hoffe ich, aber bei einem Hund, der ganz neu ist ? Lg Tina-Maria

    • Reply
      Unalife
      16/04/2018 at 20:03

      Ich habe als Kind immer Katzen gehabt, ob aber zwei Katzen einen Hund willkommen heißen würden? Ich weis nicht 🙂
      Liebe Grüße

  • Reply
    TiaMel
    15/04/2018 at 20:10

    Schade, dass es mit eurem ersten Hund nicht geklappt hat, aber ich finde es sehr gut, dass ich euch so viele Gedanken gemacht habt und wohlüberlegt einen neuen Hund in die Familie aufgenommen habt. Ich liebe Haustiere, doch leider sind wir viel unterwegs und da käme ein Haustier zu kurz :/

    Einen schönen Wochenstart wünsche ich dir ♥

    • Reply
      Unalife
      16/04/2018 at 20:05

      Oh ja, man müsste den Hund dann mitnehmen. Wir jedenfalls fahren dieses Jahr mit Sami in den Urlaub. Ich bin schon gespannt 🙂
      Liebe Grüße

  • Reply
    Anja S.
    18/04/2018 at 19:58

    Bei uns steht das Thema auch seit Monaten im Raum, aber so richtig dazu durchringen können wir uns noch nicht. Wir müssten erst einmal einen Zaun um den Garten machen undundund…
    Liebe Grüße
    Anja Von Castlemaker.de

  • Schreibe einen Kommentar zu Christine Cancel Reply

    * Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

    Ich stimme zu.