Aus dem Leben Beitrag enthält Werbung LIFESTYLE

Wie ich Panikattacken loswerden konnte ( Wenn Panik das Leben beherrscht Teil 2 )

Wie vertreibt man die Angst? Wie kämpft man gegen eigene Gedanken? In dem man die Angst zulässt. Das ist nicht einfach, aber das ist der Weg endgültig eine Panikstörung loszuwerden. Und man darf nicht aufgeben. Ich habe meine Panikattacken loswerden können, weil ich nicht aufgeben wollte. Ich finde, dass jeder dabei seinen eigenen Weg finden muss, bei mir hat kein allgemeines Rezept geholfen.

In diesem Beitrag könnt ihr den ersten Teil meiner Geschichte nachlesen. Jetzt sind es zwei Jahre her, seitdem ich frei bin. Ich nenne das tatsächlich Freiheit, denn Panikattacken haben mich festgehalten und ich konnte nicht frei leben, so wie ich wollte.

Es ist schwierig genau zu sagen, warum ich Panikstörung bekommen habe. Genauso ist es schwierig genau und mit Sicherheit zu sagen, was mir geholfen hat Pannikattacken loszuwerden. Als das bei mir anfing, habe ich schon jahrelang Unmengen an Kaffee getrunken und vor allem ständig. Ich denke, dass Kaffeekonsum ein Grund für meine Panikattacken war. Ich hatte aber auch ziemlich viel Stress und meine Charaktereigenschaften hatten auch einen Anteil daran. So denke ich, dass doch alles zusammenhängt. Im Grunde ist es auch unwichtig. Wichtig ist, dass etwas geändert werden muss! Man muss aber herausfinden was. Oft wollen wir (oder können) das nicht sehen und merken nicht, wenn uns etwas nicht gut tut. Panikattacken sind nichts anderes als Schutz unseres Körpers. Es kann etwas nicht vertragen, nicht mehr aushalten oder nicht mehr mitmachen. Das können verschiedene Dinge sein.

Was mir geholfen hat und was ich unternommen habe

Ich kann jedem empfehlen sich bei Panikattacken erst mal an einen Arzt zu wenden und eventuell eine Therapie zu machen. Ich habe eine Gruppentherapie gemacht, die zwar nicht direkt mein Problem gelöst hat, aber ich habe so viel gelernt um verstehen zu können, wie Panikattacken entstehen und wie es dazu kommt. Das ist sehr wichtig. Man muss wissen, was da passiert um dagegen vorgehen zu können.

Wenn man mich fragen würde, was ich jemanden der an Panikstörung leidet, raten würde, würde ich folgendes sagen: du musst verstehen, dass Panikattacken nur die Spitze des Eisbergs sind. Du musst herausfinden, was dieser Eisberg ist und ihn kleiner machen. Stück für Stück. Lerne dich kennen, gebe nicht auf und arbeite dich langsam voran. Du bist nicht alleine und dir wird nichts schlimmes passieren. Panikattacken sind sehr, sehr unangenehm, aber nicht gefährlich. Und denke positiv, konzentriere dich auf positive Aspekte deines Lebens und wenn du kannst, finde Sachen in deinem Leben, die dich komplett begeistern und trenne dich von Dingen, die dich runter ziehen.

 

Folgende Dinge habe ich im Laufe der ca. 1.5 Jahre getan, um Panikattacken loswerden zu können:

Ich habe sehr viel zum Thema gelesen.

Ich finde es wichtig, mehr darüber zu erfahren. Was sind Panikattacken? Warum kommen Sie? Was könnte dahinter stecken und was kann ich dagegen machen? Ich habe auch viele Erfahrungsberichte gelesen. Ich wollte wissen, wie es anderen damit geht und wie sie es geschafft haben frei zu werden. Ich habe mich vor allem auf Erfolgsgeschichten konzentriert. Denn dort wollte ich ja hin. Außerdem gibt es viele Fachbücher zu diesem Thema. Zwei kann ich euch empfehlen. Das erste Buch enthält viele Informationen, die ich hilfreich fand, das ist das Buch von Roger Baker: wenn plötzlich die Angst kommt. Das zweite Buch finde ich aber noch besser, da es das Ganze aus einer anderen Perspektive zeigt und ich finde, dass diese Einstellung sehr hilfreich sein kann. Da geht es vorwiegend um unsere Gedankenmuster. Das Buch ist von Klaus Bernhardt: Panikattacken und andere Angststörungen loswerden (davon gibt es auch online gute Podcasts, die auch schon sehr hilfreich sind klick hier).

Ich habe an mir gearbeitet.

Ich habe anfangs alle Möglichkeiten warum Panikattacken entstehen könnten in Betracht gezogen. Ich habe versucht eventuelle Kindheitserinnerungen, die nicht so schön waren zu verstehen. Vielleicht war da was? Ich habe viel analysiert und versucht ehrlich zu mir zu sein. Gibt es vielleicht etwas in meinem Leben, womit ich nicht wirklich glücklich bin? Ich kann mich noch gut erinnern, dass eine Ärztin zu mir sagte: “es kann sein, dass sie etwas stört, was sie nicht wahrhaben wollen. Dann richtet sich das statt nach außen, eben nach innen. Gegen sie.” Wer bin ich und was will ich wirklich? Ich finde, dass Menschen sich sehr oft mit den Jahren verstellen um anderen zu gefallen oder sich anzupassen. Ich habe bei mir auch ein paar interessante Entdeckungen gemacht. Ich wollte mich das erste Mal im Leben wirklich bewusst kennenlernen. Das hat gut getan. Mir wurde klar, was ich mag und was nicht, daran lebe ich jetzt.

Ich habe meinem Körper Gutes getan.

Ich habe bewusst Entspannung gesucht, ich habe Meditation praktiziert und mir Zeit für mich genommen. Medikamente habe ich grundsätzlich abgelehnt, habe aber Vitamine genommen. Das sollte man aber immer erst mit einem  Arzt besprechen und nicht auf eigene Hand nehmen. Es gibt ja heute eine große Auswahl an solchen Produkten, wie zum Beispiel Superfood bei der Shop Apotheke. Ich habe eine Zeit lang Vitamin B Komplex und Magnesium genommen. Magnesium nehme ich heute noch manchmal. Ich finde, dass mir beides etwas gebracht hat. Irgendwo ist dann auch der Körper durch den Stress erschöpft und braucht eine kleine Unterstützung. Immer aber erst mit dem Arzt besprechen.

Ich habe ärztliche Hilfe angenommen.

Ich habe mich natürlich mehrmals untersuchen lassen. Die lange Ärzte Odyssee ist jedem Betroffenem bekannt. Das muss aber sein, man muss erst mal alle körperlichen Ursachen ausschließen! Auf die Panikattacken hat mich erst ein Arzt nach mehreren Arzt- und Krankenhausbesuchen aufmerksam gemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir der Begriff komplett unbekannt. Ich habe auch eine Psychotherapie versucht, fand die Therapeutin aber überhaupt nicht gut und hörte damit auf. Gruppentherapie hat mir so weit geholfen, dass ich mich austauschen konnte und, dass ich noch mehr über dieses Thema gelernt habe.

Wie gesagt, man sollte sich gründlich untersuchen lassen, aber wenn wiederholt nichts dabei rauskommt und man wirklich weiß, dass man an Panikstörung leidet, sollte man es dann auch sein lassen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man bei einer Panikattacke am liebsten gleich einen Arzt da hätte, der die Symptome verschwinden lässt. Oft verschwinden sie sogar alleine schon wegen der Nähe eines Arztes! Man muss aber lernen damit alleine umzugehen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Heilung. Auch sollte man auf alle anderen “Retter” verzichten.

Es ist Angst, die zu diesen Symptomen führt. Wenn wir nicht lernen, dass wir keine Angst vor der Angst haben müssen, verschwindet sie. Man muss die Angst also zulassen, damit sie verschwindet. Wenn man dagegen kämpft, wird die Angst nur größer. Wenn man sich ständig Retter sucht, findet die Angst einen anderen Weg, wie sie sich zeigen kann.

Ich habe nicht aufgegeben.

Ich wollte das nicht hinnehmen. Ich weiß noch, dass mir ein Therapeut gesagt hat, dass ich nicht einen bestimmten Grund finden und so einfach Panikattacken loswerden kann. Ich war damit einfach nicht einverstanden. Ich wollte wissen, warum und weshalb und nicht einfach akzeptieren, dass das deshalb da ist, weil ich zwei Jobs, drei Kinder und einen Umzug gerade zu bewältigen habe. Das haben ja noch so viele andere, warum trifft es mich?

Es musste etwas sein, was mich von anderen unterscheidet. Bei mir waren es vor allem der übertriebene Kaffeekonsum und die generelle Neigung zu Angstgefühlen. Diese wiederum haben Ursprung in der Kindheit. Außerdem war ich sehr perfektionistisch und habe zu negativen Gedanken geneigt. Als ich das über mich herausgefunden habe, wusste ich, was ich zu tun habe… Ich setzte Kaffee ab und nach ein paar Tagen ging es mir schon viel besser. Ich trinke noch heute keinen Kaffee mehr. Ich hatte eine Weile noch leichte Panikattacken, aber ich war noch sehr ängstlich. Angst war einfach wie ein Schatten ständig da. Daran habe ich dann gearbeitet, wie ich oben bereits beschrieben habe. Nach einiger Zeit verschwand auch die Angst langsam. Heute geht es mir gut. Manchmal kommen Momente, wenn ich mich unwohl fühle, dann denke ich mir einfach: es ist okay, es soll passieren, was passieren muss. Das Loslassen hilft mir.

Zu diesem Thema kann ich dir noch diesen Beitrag über positive Einstellung und diesen in dem ich beschreibe, wie ich inzwischen meinen Tag immer beginne Beitrag empfehlen, vielleicht hilft dir das auch weiter.

Hast oder hattest du auch dieses Problem? Was ist die Ursache deiner Angst? Kannst du sie akzeptieren, damit sie verschwinden kann?

Unterstützt durch Shop Apotheke

You Might Also Like

1 Comment

  • Reply
    Shadownlight
    30/05/2018 at 18:00

    Hey, ja ich denke jeder hat Ängste. Ich habe auch so einige, aber überwinden konnte ich sie bisher nicht.
    Liebe Grüße!

  • Leave a Reply

    * Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

    Ich stimme zu.