Glücklich sein

Wie entspannen ungeduldige Menschen?

Ich bin oft, ein sehr ungeduldiger Mensch. Es geht da wenig darum, nicht warten zu können auf das, was kommt. Viel mehr geht es darum, alles sofort haben zu wollen. Was ähnlich, aber nicht genau gleich ist. Ungeduldige Menschen konzentrieren sich stark auf das, was gerade fehlt und nicht auf das, was kommen wird. Das ist eine Sache der Einstellung und kann belastend sein. Diese Gedanken erzeugen puren Stress, körperlich und psychisch, und wegen ihrer Ungeduld, können diese Menschen auch schlechter entspannen als die anderen. Das Gute ist, das man daran arbeiten kann.

Für mich wurde es besser, als ich mir zugestanden habe, dass ich ungeduldig bin und ich verstand, dass das gar nicht so cool ist, wie wir es manchmal gerne hätten. Da Ungeduld oft mit Multitasking Hand in Hand geht, ist das in unserer Zeit gleich mit Erfolg, Können und gebraucht werden, irgendwie fast modern. Aber das ist es überhaupt nicht und sollte es gar nicht sein. Es ist einfach nur Stress, den man sich selbst auf den Rücken packt.

Gelegentliche Ungeduld ist nicht schlimm. Wenn man den Besuch, Urlaub oder seine Onlinebestellung nicht abwarten kann, ist das ganz normal und bei uns allen oft so. Wenn man aber im Alltag allgemein ungeduldig ist, bedeutet das, das man schnell arbeitet, sich übernimmt, voreilig reagiert und sich einfach kaum Ruhe gönnt. Weil ja alles sofort passieren muss, sofort ausdiskutiert, sofort erledigt werden muss. Furchtbar.

Schritt für Schritt zu mehr Einsicht

Als ich zugab, ungeduldig zu sein, konnte ich zum ersten Mal daran arbeiten. Früher habe ich das so nicht wahrgenommen. Ich war einfach so, wie ich war. Der Anfang war schwer, so wie er immer ist. Aber wenn man versteht, was hinter eigener Ungeduld steckt, macht das möglich einfach mal die Kirche im Dorf zu lassen. Durchzuatmen. Dinge unerledigt lassen. Erstmal mit Absicht, auch wenn es in den Fingern juckt. Loslassen, das schlimmste für ungeduldige Menschen. Kontrolle abgeben, noch schlimmer. Aber nur so geht das. Schritt für Schritt und ganz bewusst.

Siehe auch :   #gedankenwelt - So einfach ist glücklich

Folgende Entspannungsübungen helfen mir, die eigene Mitte nicht zu verlieren:

Aufschreiben, was im Kopf herum spuckt. Das entspannt das Gehirn, das ansonsten nie aufhören wurde die To Do Liste durchzugehen.

Atemübungen zwischendurch. Dann, wenn es zuviel wird oder einfach so, mehrmals am Tag. Sich 2 Minuten hinsetzen oder hinlegen, an nichts denken und nichts tun, als atmen. Langsam tief ein- und ausatmen, während man sich der Atmung bewusst ist. Das tut richtig gut, kann ich euch sagen.

Wer es schafft täglich zu meditieren, der hat sich gut im Griff. Täglich 15-30 Minuten Meditation wären perfekt. Ich mache aber lieber Yoga denn, bei Yoga muss ich nicht komplett still sitzen und Bewegung erzeugt das Gefühl etwas zu tun. Wenn ich meine Yogamatte ausrolle, schalte ich gleich auf Entspannung um. Nur das hier Entspannung und Aktivität eng miteinander verbunden sind, was mir persönlich an Yoga so gut gefällt.

Meditation habe ich auch probiert, aber ich kann mich nicht regelmäßig dazu aufraffen, 30 Minuten still zu sein. Der innere Schweinehund mischt sich immer noch hier gerne ein. Yoga kriege ich immer hin und ich denke, dass sie auch für den Körper super ist.

Dinge auflisten (im Kopf oder auf dem Papier) die man geschafft hat, um ein Erfolgserlebnis zu bekommen. Dann ist man zufriedener mit sich und lässt etwas locker.

Achtsamkeit üben ist eine großartige Sache. Ich habe selbst richtig Spaß daran. Da öffnen sich einem neue Wege, Gefühle und Gedanken. Einfach ganz bewusst da sein, wo man ist und das machen, was man gerade macht. Wie mit der Atemübung, die ich oben beschrieben habe, nur in allen anderen Situationen. So kann jede Routine zu einem ganz anderem Erlebnis werden. Das kann unter Umständen anfangs schwierig sein, aber auch das kann man üben. Vor allem, sollte man wissen, was Achtsamkeit wirklich ist und keine große Sache daraus machen. Achtsamkeit ist ganz einfach, wenn man den Autopiloten ausschaltet.

Siehe auch :   19 for 2019 - Vorsätze fürs NEUE JAHR die glücklich machen!

Auch beim Sport können ungeduldige Menschen gut entspannen. Joggen, Fahrrad fahren oder nur spazieren gehen.

Das größte Problem mit der Ungeduld ist, dass ungeduldige Menschen sich schwer langfristige Ziele setzen können. Ein langfristiges Projekt oder arbeiten an einem Traum sind schwierig, wenn man nicht abwarten kann und es nicht akzeptieren kann, dass das Ergebnis nicht gleich kommt. Das muss man aber nicht hinnehmen, man kann daran arbeiten, weil es sich lohnt. Das Leben wird entspannter und man selbst zufriedener.

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1 Comment

  • Reply
    Shadownlight
    09/05/2019 at 15:28

    Danke für die Tipps.
    Liebe Grüße!

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